Arbeitskreis 60+

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Karl Noll war bis Ende 1998 Kreisbrandinspektor und Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes. Sein Nachfolger im Amt, Wolfgang Köhler, der ebenfalls zum Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes gewählt wurde, gründete, neben verschiedenen Arbeitskreisen, auch den Arbeitskreis (AK) 60+, dem automatisch alle ehemaligen Stadt- und Gemeindebrandinspektoren sowie deren Stellvertreter angehören. Außerdem können weitere Führungskräfte, die die festgelegten Bedingungen erfüllen, einen Antrag auf Mitgliedschaft stellen. Hierüber entscheidet der Vorstand des Kreisfeuerwehrverbandes.

Es gab einige Punkte, die dafür sprachen diesen Arbeitskreis zu gründen. Die Arbeit, die von den Kameraden in ihrer aktiven Zeit bei den Feuerwehren in ihren Heimatgemeinden geleistet wurde, darf nicht einfach vergessen werden. Von ihnen wurden Grundsteine gelegt, womit der heutige Stand der Feuerwehren überhaupt erreicht werden konnte. Somit haben diese Kameraden auch für Fortschritt und Entwicklung gesorgt, soweit dies mit den zur Verfügung stehenden Mitteln möglich war.

Bei den geplanten Treffen des AK60+ wollen sich die Kameradinnen und Kameraden über die Weiterentwicklung des Feuerwehrwesens im Main-Kinzig-Kreis und darüber hinaus informieren und daran teilhaben. Nicht zuletzt wird hier auch die Kameradschaft gepflegt, die heute im Alltagsgeschehen leider nicht mehr überall vorhanden ist. Es kann und darf nicht sein, dass Kameraden, die als Führungskräfte in ihren Kommunen die aktive Altersgrenze erreicht haben, plötzlich alleine dastehen und keine Verbindung mehr zu denen haben, die über lange Jahre hinweg ihre Wegbegleiter waren. All diese Kameraden haben neben ihrer Aufgabe in ihren Kommunen auch die Arbeit und die Entwicklung des Kreisfeuerwehrverbandes unterstützt und somit das „Flaggschiff Feuerwehr“ steuern geholfen. Im AK60+ ist auch heute noch das Potential vorhanden, die Chronik der Feuerwehren ihrer Heimatgemeinden sowie des Kreisfeuerwehrverbandes Main-Kinzig-Kreis wiedergeben zu können. Auch dies ist ein wichtiger Punkt für die Dokumentation der Geschichte der Feuerwehr und darf nicht verloren gehen.

Die Resonanz der ehemaligen Führungskräfte dem AK60+ beizutreten ist bis heute sehr groß. Ca. 85% der Feuerwehren im Main-Kinzig-Kreis sind heute vertreten. Weiterhin gehören auch die Ehrenmitglieder des Kreisfeuerwehrverbandes dem AK60+ an. Hierzu zählt u.a. Landrat a.D. Karl Eyerkaufer, der sich in seiner hauptamtlichen Tätigkeit sehr für die Entwicklung und Förderung der Freiwilligen Feuerwehren im MKK eingesetzt und den Kreisfeuerwehrverband unterstützt hat.

30 bis 40 Personen treffen sich zu rund sechs Treffen im Jahr, die vom Fachbereichsleiter einberufen werden und quer durch den MKK stattfinden. An den Treffen nehmen auch regelmäßig die örtlichen Bürgermeister/-innen bzw. deren Stellvertreter teil, stellen ihre Kommune vor, bringen ihre intensive Zusammenarbeit mit den Feuerwehren zum Ausdruck und sind vom Wirken des AK60+ beeindruckt.

Auch der Kreisbrandinspektor und Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbands oder ein von ihm beauftragter Vertreter zählt zu den Teilnehmern der Treffen und berichtet stets über das aktuelle Geschehen im Verband sowie über die Entwicklung und den Fortschritt der Feuerwehren in Hessen.

Der AK 60+ ist eine Einrichtung des Kreisfeuerwehrverbandes Main-Kinzig-Kreis und wird auch von ihm finanziell sowie organisatorisch unterstützt. Einmal im Jahr findet ein Tagesausflug statt, zu dem auch die Ehepartnerinnen eingeladen werden. Diese Ausflüge finden immer einen sehr großen Anklang bei allen Mitreisenden. Des Weiteren ist es schon Tradition geworden, dass man sich im November eines jeden Jahres zusammen mit den Partnerinnen in Maintal-Hochstadt trifft, um auf das zu Ende gehende Jahr zurückzublicken. Bei dieser Zusammenkunft lässt der Fachgebietsleiter das Jahr noch einmal Revue passieren und gibt somit auch den anwesenden Partnerinnen einen Gesamtüberblick über die geleistete Arbeit. Dankenswerterweise haben sich verschiedene Kameradinnen und Kameraden bereit erklärt die Anwesenden zu bewirten. So lassen sich die Helferinnen und Helfer immer wieder etwas Neues einfallen, womit sie die Anwesenden überraschen können. Da der AK60+ mit moderner Technik arbeitet und die Mitglieder mit Bildschirmpräsentationen informiert, gilt ebenso der Dank an die einzelnen Feuerwehren für die zur Zurverfügungstellung der notwendigen technischen Geräte.

Der AK 60+ ist neben dem Kreisfeuerwehrverband Main-Kinzig-Kreis auch im Bezirksfeuerwehrverband des Nassauischen Feuerwehrverbandes vertreten, wodurch auch hier ein breit gefächerter Informationsaustausch stattfindet.

Karl Noll aus Bad Soden-Salmünster wurde nach der Gründung des AK60+ Sprecher des Arbeitskreises. Er vertrat den Arbeitskreis auch im erweiterten Vorstand des Kreisfeuerwehrverbandes. Weiterhin wurde seine Arbeit von den Kameraden Karlfried Mörschel aus Nidderau und Rolf Schmidt aus Maintal unterstützt. Die Aufgaben des Schriftführers hatte Herbert Zimmermann aus Nidderau bis zu seinem Tode 2010 übernommen. Danach übernahm dieses Amt Wolfgang Köhler aus Neuberg. Im Februar 2013, bei dem Treffen in Hammersbach, äußerte der Fachgebietsleiter Karl Noll den Wunsch einen Führungswechsel beim AK60+ vorzunehmen. Er leitete den AK60+ seit der Gründung im Jahre 2000. In dieser Versammlung wurde von den Anwesenden Wolfgang Köhler als Nachfolger von Karl Noll einstimmig gewählt.

Karl Noll steht aber nach wie vor unterstützend mit Rat und Tat zur Verfügung. Wolfgang Köhler brachte klar zum Ausdruck, den bisher erfolgreich eingeschlagenen Weg von Karl Noll weiter zu gehen.

Abschließend bleibt festzustellen dass es eine richtige Entscheidung war den AK60+ ins Leben zu rufen, der mittlerweile zu einer unverzichtbaren Institution im Kreisfeuerwehverband geworden ist.

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